Oliver Hoogvliet

Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, ob das, was Sie als Beruf gewählt haben, das, was Sie als Job tun, eigentlich Sinn macht? Es spielt dabei durchaus eine Rolle, ob Sie diese Betrachtung aus einer professionellen oder privaten Sichtweise tun.

Sinn

Ich freue mich, dass Sie sich für mich und meine Arbeit interessieren. Ich arbeite als Organisations– und agiler Berater, Scrum Mentor(1) und Diversity-Trainer. Ich stelle bei meiner Arbeit die Menschen ins Zentrum der Aktivitäten. Sie mögen sich vielleicht fragen, warum ich die eigentliche Arbeit „vernachlässige“? Der Grund ist einfach: die Menschen, die Ihrem Unternehmen angehören, sind aus guten Gründen im Unternehmen. Es geht in vielen Fällen nicht um Sachfragen, sondern um Herausforderungen in der Zusammenarbeit. Diese benötigt schon in ruhigen Zeiten Wissen und Empathie. Herausforderungen und Veränderungen erhöhen die Komplexität. Mein Job ist es, Sie in allen Zeiten mit Rat und Tat zu unterstützen.

Komplexität

Wir leben in einer Zeit, die mit einer hohen Komplexität verbunden ist. Wissensarbeit und die damit verbundene Unsicherheit und Ambiguität benötigt Menschen, die sich vollständig einbringen und entfalten können. Menschen in Unternehmen organisieren sich, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Diese Zusammenarbeit kann sehr unterschiedlich aussehen. Ich unterstütze Sie nicht bei der Ausführung der „richtigen Rituale“, sondern dabei, einen Führungsstil zu finden, der Ihnen und Ihren Mitarbeitenden Nutzen bringt und eine gesunde, psycholgisch sichere Zusammenarbeit ermöglicht.

Leadership

Moderne agile Frameworks setzen aus gutem Grund eine geringe Hierarchie voraus. Das bedeutet jedoch nicht, dass es keine Führung gibt. Das Gegenteil ist der Fall: das klassische Modell der Führung – es gibt die eine Person, die jederzeit eine Richtung vorgibt und die eine Lösung im Auge behält – ist aus vielen Gründen ein Auslaufmodell. Dies zu akzeptieren bedeutet, auf Privilegien und Gewohnheiten zu verzichten. Die Führungsaufgabe gerade im agilen Umfeld ist Schwerstarbeit. Es ist mir ein Anliegen, mit Führungskräften zusammenzuarbeiten und sie bei ihren Transformation zu begleiten.

Diversity, Equity, Inclusion

In den letzten Jahren habe ich angefangen, Unterstützung im Bereich Diversity, Equity und Inclusion (DEI) anzubieten. Viele Firmen spüren den Druck, in ihren Märkte zu überleben. Die Ursachen sind vielfältig. Die eingangs erwähnte Komplexität erfordert es, viele unterschiedliche Sichtweisen einzubringen. Es geht hier nicht nur um Wissen, sondern auch darum, wie Menschen ihren Alltag erleben.

In Bezug auf die Vielfalt sind viele Firmen am Anfang. Ganze Teams und Führungspositionen sind durch Männer besetzt, der Gender Pay Gap ist Stand 2021 bei 21%. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Viele Faktoren sorgen dafür, dass Menschen systematisch ausgegrenzt werden.

Diese Ausgrenzung schadet uns allen. Gerade im Arbeitskontext ist Vielfalt eine wichtige Bedingung, um überlebensfähig zu bleiben. Vielfalt ist nicht einfach. Der Umgang mit ihr ist herausfordernd. Umso wichtiger ist es, Inklusion aktiv in Unternehmen zu verankern. Für mich stehen Menschen im Zentrum, denn sie sind es, die unsere Gesellschaft ausmachen.


(1) Der Begriff ‚M*ster‘ ist ein Begriff, der stark mit der Sklaverei verbunden ist. Dieser kolonialistische Begriff ist für viele Menschen bis heute ein schmerzhafter Begriff. Die Diskussion zum Begriff ‚Scrum M*ster‘ findet auch bei scrum.org statt (siehe: hier), leider gibt es von den ‚offiziellen Stellen‘ keine Reaktion. Ich habe mich daher dazu entschieden, den Begriff „Scrum Mentor*in“ zu benutzen. Der Begriff „Mentor*in“ nimmt zum einen das aggressive Wording aus der Rolle und unterstreicht zum anderen die Aufgabe Scrum nachhaltig im Unternehmen zu verankern.